30 Tage ohne Zucker: No-Sugar-Challenge #30days

Inspiriert von diesem TED-Video (Matt Cutts: Try something new for 30 days) auf das ich über Sebastian aufmerksam wurde („Zwölf 30-Tage-Blog-Experimente“) und motiviert von einer Freundin, die mit machte, habe ich 30 Tage auf Zucker verzichtet.

Rund 3kg Zucker isst ein Deutscher durchschnittlich pro Monat (Quelle)
Rund 3kg Zucker isst ein Deutscher durchschnittlich pro Monat (Quelle)

30 Tage? 30 Tage. Am Stück. NoSugar bedeutete bei uns: kein zugesetzter Zucker. Also kein Haushaltszucker, keine sonstigen Süßstoffe oder Zuckerersatzstoffe wie Stevia oder Erythrit. Der natürlich vorkommende Zucker in Obst und Gemüse ist okay. Mittagessen im Restaurant ist okay. (Man musste also nicht bei jeder Salatsoße fragen, ob da nicht ’ne Prise Zucker drin ist.) Es ging vor allem darum mal auf die ganzen Naschereien zu verzichten und darauf zu achten, wo überall Zucker & Co enthalten ist. Erstens mag ich so kleiner Herausforderungen und zweitens ist dieser Süßkram selten gesund und gut für den Körper.

Rückblickend muss ich sagen, dass es mir leichter fiel als erwartet. Ich trinke sowieso kein Zuckerwasser wie Kola oder Mate oder gesüßten Kaffee, esse aber sonst liebend gern so Dinge wie Edelbitter-Schokolade, Eis, Kuchen und Kekse oder trinke Gin-Tonic. Dennoch war es selten schwer „Nein“ zu sagen, wenn mal wieder jemand anlässlich seines Geburtstages Kuchen oder Donuts mit ins Büro brachte (und das passiert oft mehrmals die Woche!). Die Kein-Zucker-Challenge war eine super Ausrede. Eine Ausrede gegenüber mir selbst jetzt nicht „Ach, komm nur ein kleines Stück Kuchen, weil es doch hier auf dem Präsentierteller steht. Ist doch egal, dass Du gerade erst gefrühstückt hast.“ zu sagen.

Etwas überrascht war ich, dass so ziemlich in jeder verarbeiteten Wurst und in Fleischprodukten Zucker, Dextrose oder Glukosesirup enthalten ist. Ich hab daher auf Aufschnitt verzichtet. Es ist mir nicht ganz gelungen, womit wir zu den Jokern kommen.

Joker? Ja, es gab Joker. (War nicht meine Idee, aber ich bin dankbar.). Fünf Mahlzeiten mit Zucker waren erlaubt. Das „Schlimmste“ war wohl der Schokokuchen, als ich auf einer Geburtstagsfeier war. Immerhin war er vegan. ;) Die restlichen Joker gingen drauf

  • für’s Kosten Naschen beim Selbermachen von Pfirsichmarmelade
  • einen Mango-Lassi (da hab ich einfach nicht aufgepasst)
  • einen Crepe (herzhaft belegt, aber der Teig ist mit Zucker)
  • ein paar Würstchen (immerhin mit Senf)

Nachfolgend gibt es für jeden der 30 Tage eine Collage mit dem, was ich gegessen habe. Wie ihr seht, es ist null langweilig. Ein paar Anmerkungen dazu:

  • Magerquark mit Obst. Esse ich liebend gern. Eiweiß, kein Zucker. Und lecker. Gibt’s bei mir schon länger gern als (erstes) Frühstück oder als Zwischenmahlzeit.
  • Nüsse/Studentenfutter: Gibts im Büro for free. Für Zwischendurch. (Leider machen die auch süchtig…)
  • In Senf ist kein Zucker. In guter Balsamico-Creme auch nicht.
  • Obst statt in Schokolade in Mandelmuss (100% Mandeln) tauchen.
  • Rohkost-Schoko-Brownies. Null Zucker und null zugesetzter Süßstoff. Vegan. Müsst ihr probieren!
  • Brot. Ja. In Brot ist leider oft auch Zucker o.ä. drin. Brot im Supermarkt, wo offensichtlich Zucker enthalten ist, habe ich gemieden. Sonst fiel es für mich unter die „Restaurant-Regel“.

Wie geht es weiter? Natürlich esse ich wieder Zucker bzw. Kuchen & Co. Ich versuche es aber weiter minimal zu halten. In der Tat hatte ich seit dem Ende der Challenge bislang nur etwas von der selbst gemachten Marmelade, einen Haps Kuchen und Subway-Kekse (Gruppenzwang!) auf der OMLounge und zwei Pralinen keine Zuckerbomben. Viele tolle Ideen ohne Zucker erlese ich mir gerade von Deliciously Ella.

Und welche Challenge als Nächstes? :)